ChatGPT-Nutzer fliehen nach Pentagon-Deal in Scharen: Was OpenAI-Chef Altman jetzt sagt

Nach dem Deal mit dem US-Verteidigungsministerium steht OpenAI in der Kritik. Viele ChatGPT-Nutzer kündigen ihre Abos, der wi­der­stän­dige Rivale Anthropic verzeichnet Rekordzuwächse. Jetzt meldet sich OpenAI-CEO Sam Altman zu Wort.

OpenAI-Chef Sam Altman im Verteidigungsmodus. (Bild: Shutterstock/Photo Agency)

Während Claude-Betreiber Anthropic sich geweigert hatte, seine ethischen Regeln für einen Deal mit dem US-Verteidigungsministerium zu lockern – und dafür wohl von der Nutzung in US-Behörden ausgeschlossen wird –, hat OpenAI damit offenbar weniger Probleme. Ende Februar 2026 unterzeichnete der ChatGPT-Entwickler einen Vertrag mit dem Pentagon.

Claude nach geplatztem Pentagon-Deal im Aufwind

Der Deal gefällt derweil vielen ChatGPT-Nutzern gar nicht. Direkt nach der Unterzeichnung explodierte der Anteil derjenigen, die die ChatGPT-App deinstalliert haben, um das Vierfache, wie es bei Techcrunch unter Berufung auf Daten von Sensor Tower heißt. Anthropics Claude dagegen verzeichnete eine Steigerung der App-Downloads um 51 Prozent – und schoss an die Spitze der US-App-Store-Charts.

OpenAI hat dieselben roten Linien wie Anthropic

Altman räumte aber auch ein, dass es viele Dinge gebe, „für die die Technologie einfach noch nicht bereit ist, und viele Bereiche, in denen wir die notwendigen Kompromisse für die Sicherheit noch nicht verstehen“. Zuvor hatte der OpenAI-CEO seinen Mitarbeitern erklärt, dass für OpenAI ähnliche Grenzen gelten würden wie für Anthropic, wie es bei CNBC heißt.

Der Claude-Betreiber soll sich mit dem Verteidigungsministerium überworfen haben, weil dieses die Einschränkungen bezüglich der Nutzung der KI für Massenüberwachung und den Einsatz für autonome Waffen nicht akzeptieren wollte. Die KI-Firma, deren Tools 2025 in das Pentagon-System implementiert worden waren, traf daraufhin der Zorn der US-Regierung. Im schlimmsten Fall könnten Anthropic und Claude als „Supply-Chain-Risk“ eingestuft werden.

Altman: NSA soll ChatGPT nicht nutzen dürfen

Was die Themen Massenüberwachung und autonome Waffen angeht, will OpenAI laut Altman jetzt noch einmal nachschärfen. Es werde diesbezüglich noch einige Zusätze zu der Pentagon-Vereinbarung geben. Etwa, dass die KI-Tools von OpenAI nicht von der NSA und nicht zur Überwachung von US-Bürgern eingesetzt werden dürften. Inwieweit sich das US-Verteidigungsministerium auf solche Nachträge einlässt, ist allerdings unklar.

Die Kommentare von X-Nutzern unter der Altman-Mitteilung klingen jedenfalls wenig begeistert. Im Gegenteil. Ein Nutzer schrieb: „Du wirst dich niemals mit einer Entschuldigung aus deiner Unterwerfung unter den Faschismus herausreden können.“

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Ingo Trost

- Ausbildung zum Elektroinstallateur bei Simon Elektrotechnik in Hamm Westf.
- Ausbildung zum Uhrmacher bei Liebehneschel GbR in Hamm Westf.
- Vierjähriger Dienst bei der Bundeswehr als Soldat auf Zeit, Abgangsdienstgrad "Stabsunteroffizier", Verwendung S1, Ausbilder KFOR Voarusbildung
- Zweijährige Tätigkeit im Busliniendienst als Busfahrer bei der Verkehrsgesellschaft Breitenbach mbH in Hamm/Westf.
- Selbstständig im Bereich Schilder- und Lichtreklameherstellung, Webdesign, Print- und Druckmedien in Rees am Rhein
- Vorarbeiter Produktion Verkaufsförderung, Leiter Werbeabteilung bei H.J.Fiedrich GmbH in Rees am Rhein
- Linien- und Reisebusfahrer bei der Firma Wiedenhoff Reisen in Burscheid
- Aktuell Umschulung zum Fachinformatiker Systemintegration & Anwendungsentwicklung

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